Starke Partner in Forschung und Innovation

Israel und Deutschland verbindet eine zunehmend enge Zusammenarbeit in der Wissenschaft. Trotz großer Unterschiede in Größe, Wirtschaftskraft und Alter ihrer Institutionen sind beide Länder Partner auf Augenhöhe in Wissenschaft und Innovation.

Trotz seiner geringen Landesfläche zählt Israel heute zu den führenden Wissenschaftsnationen der Welt und ist für Deutschland einer der wichtigsten Partner geworden. Die Entwicklung Israels zum Hightech-Land und die engen wissenschaftlichen Verbindungen zwischen beiden Staaten haben auch zu einem immer stärker werdenden Engagement der deutschen Industrie in Israel geführt. Umgekehrt nutzen zahlreiche israelische Unternehmen Deutschland als Stützpunkt für ihre europäischen Aktivitäten.

Israels geografische Rahmenbedingungen ließen seinen Gründervätern schon früh die Bedeutung von Wissenschaft und Forschung klar werden. Mangels natürlicher Rohstoffe war der Export von Hightech-Gütern schon bald ein wichtiges Ziel der Wirtschaftspolitik. Dabei kann Israel auf die hohe Qualität der Ausbildung und sein großes intellektuelles Kapital zurückgreifen.

Bildung und Forschung in Israel

Relativ zu seiner Wirtschaftsleistung gehört Israel bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung seit Jahren weltweit zur Spitzengruppe. Diese Bemühungen und die Immigration von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der GUS in den 1990er Jahren haben dazu geführt, dass Israel – gemessen an seiner Bevölkerungszahl – weltweit über die höchste Wissenschaftler- und Ingenieursdichte verfügt.

Internationale Wissenschaftskooperation

Den Forschungsaktivitäten Israels sind durch die geringe Bevölkerungsgröße Grenzen gesetzt. Daher ist das Land seit Langem bestrebt, seine Forschung durch internationale Kooperationen auf eine breitere Basis zu stellen und sie finanziell zu entlasten. Die internationale Einbindung Israels zeigt sich insbesondere im Bereich der wissenschaftlichen Veröffentlichungen: Ein Drittel aller wissenschaftlichen Publikationen wird zusammen mit ausländischen Koautorinnen und -autoren herausgebracht. In der internationalen Forschungskooperation ist Deutschland nach den USA der wichtigste Wissenschaftspartner Israels.

Die intensive Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel hat über die Jahrzehnte eine vielschichtige Kooperationslandschaft hervorgebracht (siehe Kooperationsstruktur), die sich auf nahezu alle Themenfelder erstreckt (siehe Themenbereiche der Kooperation). 

Seit den 1970er Jahren stellt die interministerielle Kooperation zwischen dem Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und seinen israelischen Partnern einen verlässlichen Rahmen für die gemeinsame Forschung bereit. Säulen der Kooperation sind die vom BMBF geförderten langfristigen Programme der Minerva Stiftung, der Deutsch-Israelischen Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung (GIF), die Deutsch-Israelischen Projektkooperation (DIP) und der Stiftungsfonds Martin-Buber-Gesellschaft

Die deutschen Forschungsförder- und Mittlerorganisationen tragen mit vielfältigen Maßnahmen zur Kooperation mit Israel bei. Außeruniversitäre Forschungseinrichtungen und Hochschulen pflegen intensive Kontakte mit israelischen Partnern. Stiftungen deutscher Parteien sowie große privatwirtschaftliche Stiftungen sind seit vielen Jahren in Israel tätig und unterstützen dort gemeinsame wissenschaftliche Projekte beider Länder. Eine entscheidende Rolle für Israels internationale Wissenschaftskooperation insgesamt und in besonderem Maße für die Zusammenarbeit mit deutschen Partnern spielen zudem europäische Kooperationsprogramme.