Forschungspreis für umweltfreundliche Wasserentsalzung

Ende März wurde der ARCHES Preis der Minerva-Stiftung in Berlin an herausragende deutsch-israelische Forscherteams vergeben. Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Bildung und Forschung, betonte, die Auszeichnung solle weitere exzellente Kooperationen anstoßen.

Gruppenbild Arches Preisverleihung
Thomas Rachel, Parlamentarischer Staatssekretär bei der Bundesministerin für Bildung und Forschung, mit den Preisträgern sowie Frau Angela D. Friederici von der Minerva Stiftung © BMBF / Inga Kjer

Der ARCHES Preis (Award for Research Cooperation and Highest Excellence in Science) der Minerva-Stiftung wird jährlich an herausragende deutsch-israelische Forscherteams vergeben. Diesmal war er thematisch den Bereichen Chemie, Physik, Technologie und Mathematik gewidmet.

Ausgezeichnet wurden zwei Forscherteams:

Matthew Suss, Professor am Israel Institute of Technology in Haifa, und Volker Presser, Professor an der Universität des Saarlandes, wurden für ihre Forschung zur physikalischen Aufbereitung und Entsalzung von Wasser (Deionisierung) ausgezeichnet, die wesentlich umweltfreundlicher als die chemische Aufbereitung ist.

 Matthew Suss
Matthew Suss ( Israel Institute of Technology, Haifa, li.) und Volker Presser (Leibniz-Institut für Neue Materialien / Universität des Saarlandes, re.) © BMBF / Inga Kjer

Die Wissenschaftler Haim Beidenkopf vom Weizmann Institut in Rehovot, und Mazhar Ali vom Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle, erhielten den Preis für ihre Forschung zu nanostrukturierten Materialien mit thermoelektrischen Eigenschaften, die beispielsweise die Entwicklung effizienter elektrischer Kühlelemente auch bei niedrigen Temperaturen ermöglichen könnte.

 Haim Beidenkopf vom Weizmann Institut in Rehovot, und Mazhar Ali vom Max-Planck-Institut
Haim Beidenkopf (Weizmann Institut, Rehovot, re.) und Mazhar Ali (Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik, Halle, li.) © BMBF / Inga Kjer

"Die Wissenschaftskooperation hat einen zentralen Rang in den zwischenstaatlichen Beziehungen mit Israel. Ich freue mich, dass die deutsch-israelischen Forscherteams die Erfolgsgeschichte dieser Kooperation fortschreiben. Die Teams haben sich den ARCHES Preis durch außergewöhnliche Forschungsleistungen verdient", so Rachel anlässlich der Preisverleihung in Berlin. "Vor allem aber soll der Preis dazu ermutigen, weitere exzellente deutsch-israelische Kooperationen anzustoßen und nachfolgende Wissenschaftlergenerationen für die bilaterale Kooperation in der Forschung zu begeistern. Denn der Nachwuchs ist die beste Garantie dafür, dass diese Zusammenarbeit langfristig wachsen kann".

Thomas Rachel während seiner Rede
Thomas Rachel während seiner Rede © BMBF / Inga Kjer

Das Weizmann-Institut und das Technion sind Einrichtungen der ersten Stunde der Zusammenarbeit zwischen deutschen und israelischen Forschern. Sie haben immer wieder exzellente Forscherinnen und Forscher hervorgebracht.

Prof. Angela D. Friederici
Prof. Angela D. Friederici (Geschäftsführerin de Minerva-Stiftung) bei ihren Grußworten
© BMBF / Inga Kjer

Der pro Team mit 200.000 Euro dotierte ARCHES Preis des BMBF wird von der Minerva Stiftung Gesellschaft für die Forschung mbH administriert. Die Minerva-Stiftung ist eine Tochtergesellschaft der Max-Planck-Gesellschaft und fördert die deutsch-israelische Wissenschaftszusammenarbeit. Die Gründung der Minerva Stiftung im Jahr 1959 markiert den Beginn der wissenschaftlichen Zusammenarbeit mit Israel.

Weitere Informationen zum ARCHES Preis und zur Minerva Stiftung.

Quelle: BMBF