Israelische Forschung verzeichnet Rückgang der internationalen Zusammenarbeit

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Wie die Internetzeitung „The Times of Israel“ berichtet, zeigt eine neue Veröffentlichung des israelischen Ministeriums für Innovation, Wissenschaft und Technologie, dass die Bereitschaft akademischer Forschender aus einigen europäischen Ländern, mit ihren israelischen Kolleginnen und Kollegen zusammenzuarbeiten, seit dem 7. Oktober stark abgenommen hat.

Der Bericht des Ministeriums zählt zu den Ländern, die den Boykott anführen, Norwegen, Dänemark, Finnland, Schweden, Island und Irland. Ebenfalls auf der Liste steht Italien, das auf eine lange und wichtige Geschichte der akademischen Zusammenarbeit mit Israel zurückblicken kann, sowie Belgien, ein führendes Land in der europäischen Forschungsgemeinschaft.

Laut einer Zusammenfassung des Berichts, werden 38 Prozent der israelischen Forschung in Zusammenarbeit mit europäischen Akademikerinnen und Akademikern durchgeführt, wobei 2023 das höchste Niveau der Zusammenarbeit in der Geschichte Israels erreicht worden sei.

Seit dem 7. Oktober und dem Beginn des Krieges, der durch den Angriff der Hamas ausgelöst wurde, sei die Finanzierung gemeinsamer Forschungsprojekte jedoch zurückgegangen, und auch der Austausch zwischen israelischen und europäischen Forschenden habe abgenommen.

Der Zugang zu Laboratorien und Forschungsinfrastrukturen in Europa sei für Israelis jetzt noch eingeschränkter. Darüber hinaus werde die Teilnahme von Israelis an Fachkonferenzen entweder abgesagt oder von den Veranstaltern verhindert.

Der Boykott beträfe in erster Linie, aber nicht ausschließlich, die Forschung in den Bereichen Medizin, Biologie, Physik, Raumfahrt und Computerwissenschaften.

Die neu ernannte Ministerin für Wissenschaft und Technologie, Gila Gamliel, sagte, sie werde mit dem Außenministerium zusammenarbeiten und nach dem Pessachfest einen Ausschuss einsetzen, der sich mit der Angelegenheit befassen soll.

Quelle und vollständiger Artikel: The Times of Israel (auf Englisch)