Zivile Sicherheit

Naturkatastrophen, Terrorismus, organisierte Kriminalität und Großunfälle machen nicht an nationalen Grenzen halt. Deshalb besteht im Rahmen der zivilen Sicherheitsforschung bereits seit 2008 eine gemeinsame Kooperation, in der Israel und Deutschland ihre Kompetenzen in Wissenschaft, Forschung und Industrie in Projekten zusammenführen, um kritische Infrastrukturen wie Energie- und Wasserversorgung, Straßen- und Warenverkehr zu schützen und die hohe Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger zu erhalten. Dazu zählen auch Technologien zur Aufdeckung von chemischen, biologischen oder explosiven Gefahrstoffen sowie Konzepte und Maßnahmen zum Katastrophenschutz und Krisenmanagement.

Deutsche und israelische Unternehmen sowie Forschungsinstitutionen führen gemeinsam Projekte zur Erforschung und Entwicklung neuer Sicherheitsprodukte und -lösungen durch. Sie beschleunigen damit Innovationsprozesse und schaffen komparative Vorteile auf internationalen Hochtechnologiemärkten. Nach ersten Pilotprojekten wurden in einer ersten gemeinsamen Bekanntmachung im Jahr 2009 sieben Projekte zur Förderung ausgewählt. 

Bislang gab es drei Bekanntmachungen. Zuletzt hat das BMBF im August 2018 gemeinsam mit der IIA (Israel Innovation Authority) die Förderrichtlinie Deutsch-israelische Kooperation in den Forschungsbereichen Zivile Sicherheit und IT-Sicherheit veröffentlicht. Gefördert werden bilaterale Projekte, die innovative Lösungen für die Verbesserung des Schutzes der Bevölkerung und Wirtschaft, unter anderem gegen Bedrohungen durch Terrorismus, Cyberangriffe, organisierte Kriminalität, Naturkatastrophen und technisches Versagen, anstreben. Sie erfolgte auf deutscher Seite im Rahmen der Programme "Forschung für die zivile Sicherheit“ und "Selbstbestimmt und sicher in der digitalen Welt".