
Welche Auswirkungen haben digitale Technologien auf Demokratien weltweit? Wie kann Wissenschaft zur Stärkung demokratischer Gesellschaften beitragen? Und welche Rolle spielen internationale Forschungskooperationen dabei? Mit diesen Fragen beschäftigten sich Fachleute aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft im Rahmen eines dreitägigen Besuchs einer israelischen Delegation in der Berliner Außenstelle des FZI Forschungszentrum Informatik.
Der Austausch war Teil des vom (HoP) am FZI initiierten Projekts . Ziel ist es, die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Israel zur Digitalen Demokratie zu fördern. Es wird von der Carl-Zeiss-Stiftung gefördert.
Internationale Zusammenarbeit für demokratische Innovationen
Prof. Dr. Nir Grinberg, Prof. Dr. Gal Yavetz und Amit Ashkenazi repräsentierten renommierte Forschungseinrichtungen wie die Universität Tel Aviv, die Ben-Gurion-Universität des Negev und die Bar-Ilan-Universität. An dem Austausch nahmen zudem Vertreterinnen und Vertreter der Hochschule Neubrandenburg, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) und der Universität Trier teil. Neben dem Projektteam, unter der Leitung von Dr. Jonas Fegert und Cosima Pfannschmidt, war das FZI selbst durch die Vorstände Jan Wiesenberger, Prof. Dr. Stefan Nickel und Prof. Dr. Marius Zöllner vertreten. Auch mehrere wissenschaftliche Mitarbeitende und Direktoriumsmitglieder nahmen teil.
Impulse aus der Praxis und Politik kamen von Organisationen wie dem Center für Monitoring, Analyse und Strategie (CeMAS), dem (ISD Germany) und iconomy, die in einem Roundtable mit der Delegation aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen und Herausforderungen diskutierten. Begegnungen mit politischen Entscheidungsträgern, darunter Dr. Anna Lührmann (MdB, Bündnis 90/Die Grünen) sowie Vertreterinnen und Vertreter des Bundesministeriums für Digitales und Staatsmodernisierung, ergänzten das Programm.
Neben den Workshops und Roundtables bot ein demokratiegeschichtlicher Stadtspaziergang durch Berlin Gelegenheit zum fachlichen wie persönlichen Austausch.
Wissenschaftsdialog statt Abschottung
Gerade in Zeiten globaler Spannungen zeigt sich: Demokratien stehen weltweit unter Druck. Doch wissenschaftlicher Dialog über Grenzen hinweg kann Brücken bauen, gegenseitiges Verständnis fördern und konkrete Impulse für gesellschaftliche Resilienz geben.
Das Projekt „“ steht exemplarisch für dieses Verständnis. Es wird vom FZI getragen und arbeitet am Aufbau eines langfristigen Forschungsnetzwerks zwischen Israel und Deutschland im Bereich der anwendungsnahen Informatikforschung. Die gemeinsame Überzeugung: Globale Herausforderungen brauchen grenzüberschreitende Lösungen – und Forschung kann ein entscheidender Motor dafür sein.
Quelle: FZI