
Der erste Kleinsatellit des -Netzwerks ist bereit für den Start im Juni 2026 in Kalifornien. Auf diese Vorläufermission folgt, sofern sie erfolgreich verläuft, der Start von zehn weiteren -Satelliten im Jahr 2027, die dazu beitragen sollen, Lücken in unserem Verständnis von Wolken und ihrer Rolle für das Klima zu schließen.
Dies markiert den Höhepunkt von sieben Jahren intensiver Forschung durch israelische und deutsche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des (unter der Leitung von Prof. Ilan Koren), des Technion – (unter der Leitung von Prof. Yoav Schechner) und des Zentrums für Telematik (unter der Leitung von Prof. Klaus Schilling).
„Diese Mission untersucht kleine Wolken, die von den heutigen Fernerkundungstechnologien in der Regel übersehen werden“, sagt Prof. Koren, ein Experte für Atmosphären- und Klimawissenschaften. „Sie wird wichtige Unsicherheiten angehen, die die derzeitige Modellierung und Klimaprognosen einschränken.“
Nach den Flugtests wird der CloudCT Precursor seinen innovativen Messansatz im Orbit evaluieren. Der Nanosatellit mit einer Masse von etwa 4 kg muss sich autonom auf bestimmte Zielwolkengebiete ausrichten. „Das Erreichen der erforderlichen Ausrichtungsgenauigkeit und die Koordination zwischen zehn Nanosatelliten stellt für ein derart kleines Lage- und Bahnsteuerungssystem eine große Herausforderung dar“, erklärt Prof. Klaus Schilling, Präsident des Zentrums für Telematik, der auf die Realisierung leistungsstarker Kleinsatelliten spezialisiert ist.
Das Team hat einen völlig neuen Beobachtungsansatz entwickelt, der von der medizinischen Computertomographie (CT) inspiriert ist, um die innere dreidimensionale Struktur und die Eigenschaften von Wolken abzubilden, einschließlich beispielloser Messungen der Mikrophysik von Wolkentröpfchen. Die Methode nutzt KI und ermöglicht es Wissenschaftlern, die Zuverlässigkeit der ermittelten Wolkeneigenschaften zu bewerten. „Die optische CT von Wolken erfordert gleichzeitige Aufnahmen aus dem Weltraum mit einer Spezialkamera. Die Kamera ist empfindlich gegenüber Polarisation, einer Eigenschaft des Lichts, die unsere Augen nicht wahrnehmen können, die aber Informationen über Wolkentröpfchen liefert“, so Prof. Schechner, Experte für computergestützte Fotografie an der Andrew and Erna Viterbi Faculty of Electrical and Computer Engineering. „Die Kamera wurde speziell für CloudCT entwickelt, und wir werden sie während der bevorstehenden Vorläufermission testen.“
Der Europäische Forschungsrat (ERC) ermöglichte diese Errungenschaft durch einen ERC-Synergy-Grant, eine der renommiertesten Forschungsauszeichnungen der EU. Über die KI-basierten CloudCT-Beobachtungsmethoden sowie über neue Erkenntnisse in der Wolkenphysik und Fortschritte in der Satellitentechnologie wurde in führenden wissenschaftlichen Fachzeitschriften berichtet.
Quelle: Technion (auf Englisch)