Minerva Weizmann Treffen 2025 unter neuem Vorsitz

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Auf der diesjährigen Sitzung des Minerva-Weizmann-Komitees, die nach zweijähriger Pause erneut am Weizmann-Institut in Rehovot stattfand, wurden 32 neue Projekte ausgewählt. Für das Komitee war die Sitzung nicht nur aufgrund ihres erneuten Veranstaltungsortes in Rehovot etwas Besonderes.

Das Minerva-Weizmann-Treffen fand dieses Jahr nach einer zweijährigen Pause erneut in Rehovot statt. Durch den Beginn des Krieges am 7. Oktober 2023 fand im gleichen Jahr keine Sitzung des Minerva-Weizmann-Komitees statt. Die Sitzung 2024 wurde aufgrund des Krieges erstmals in der Hauptverwaltung in München abgehalten.

Aufgrund der weiterhin angespannten Lage fand das Treffen im Jahr 2025 in einem hybriden Format statt. Sechs aus Deutschland angereiste Kommissionsmitglieder nahmen an der Zusammenkunft im Weizmann-Institut in Rohovot teil. Unter ihnen war Prof. Thomas Braun, Direktor am MPI für Herz- und Lungenforschung, der seine erste Sitzung als Vorsitzender des Minerva-Weizmann-Komitees leitete.

Auch die Max-Planck-Direktoren Prof. Alexander Meissner (MPI für Molekulargenetik) und Moritz Helmstädter (MPI für Hirnforschung) sowie Rainer Herges (Universität Kiel), Andreas Weiler (TU München) und Pavel Levkin (KIT) waren persönlich im Weizmann-Institut anwesend.

Für Thomas Braun sei die Übernahme des Amtes, das von 2016 bis zum vergangenen Jahr von Prof. Marina Rodnina bekleidet wurde, mehr als eine große Ehre, wie er in seiner Begrüßungsrede am Weizmann-Institut erklärte:

„Wenn ich über meine Entscheidung nachdenke, dieses Amt anzunehmen, werde ich an meine starken Verbindungen zu Israel erinnert, einem Land, das schon immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnimmt. Meine Erfahrungen in Israel haben nicht nur mein Verständnis für die reiche Geschichte und Kultur des Landes vertieft, sondern auch eine profunde Wertschätzung für seine Menschen und ihr unerschütterliches Engagement für wissenschaftliche Exzellenz geweckt. Ich habe die bahnbrechende Forschung des Instituts und ihren Einfluss auf die wissenschaftliche Gemeinschaft aus erster Hand miterlebt, was mir die Entscheidung, diese Aufgabe anzunehmen, leicht gemacht hat“, sagte Thomas Braun.

Er betonte ferner, dass es in unsicheren Zeiten wie diesen wichtiger denn je sei, Kontinuität zu wahren und das Bekenntnis zu den Werten der Wissenschaft, des Friedens und der Zusammenarbeit zu bekräftigen. Trotz dieser Herausforderungen seien das Minerva-Komitee und das Minerva-Team ihrem Programm treu geblieben, da sie sich auch unter schwierigsten Umständen weiterhin getroffen und zusammengearbeitet hätten.

„Als Vorsitzender des Minerva-Weizmann-Programms setze ich mich dafür ein, Brücken zwischen unseren beiden Nationen zu bauen, brillante Forschung zu fördern und zu stärken sowie den Geist der Zusammenarbeit und des gegenseitigen Verständnisses zu pflegen“, erklärte er weiter.

Barun bedankte sich auch dafür, dass ihm diese Aufgabe anvertraut wurde. Er werde sein Bestes tun, um die erfolgreiche deutsch-israelische Zusammenarbeit weiterhin zu unterstützen und auf das Fundament aufzubauen, das Marina und unsere Vorgänger gelegt hätten: „Lassen Sie uns weiterhin die Grenzen der Wissenschaft erweitern und eine Welt des Friedens, des Verständnisses und der Zusammenarbeit fördern.“

Neben der Auswahl der Projekte standen auch die Vernetzung und der fruchtbare Austausch zwischen den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Vordergrund, wenn auch in diesem Jahr aufgrund der fehlenden Kommissionsmitglieder, die nicht reisen konnten, in einer abgespeckten Version. Ein weiterer Höhepunkt während dieser Tage war die Verabschiedung des ehemaligen Geschäftsführers Ulman Lindenberger nach fünf intensiven Jahren als wissenschaftlicher Geschäftsführer der Minerva-Stiftung.

Die Kommission und das Minerva-Team drückten ihre Hoffnung aus, dass die Anhörungen im Herbst 2026 wieder wie gewohnt am Weizmann-Institut stattfinden können.

Quelle: Minerva Stiftung