Weizmann-Preis an den deutschen Botschafter in Israel Steffen Seibert verliehen

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Weizmann-Präsident Prof. Alon Chen überreichte dem deutschen Botschafter Steffen Seibert am 12. Mai 2026 im Rahmen einer Feierstunde den Weizmann-Preis für Natur- und Geisteswissenschaften.

Steffen Seibert habe „in vier Jahren das geschafft, wofür andere doppelt oder dreimal so lange brauchen“, sagte Prof. Chen. In dieser Zeit habe er sich offen für das Selbstbestimmungs- und Verteidigungsrecht Israels eingesetzt und sich für die Stärkung der Beziehungen zwischen Israel und Europa stark gemacht. Zudem spielte er eine äußerst aktive Rolle bei den Bemühungen um die Freilassung der Geiseln im Gazastreifen.

„Steffen hat sich wirklich über das Übliche hinaus engagiert. Er lernte Hebräisch und nutzte seine wenigen freien Stunden und Tage, um tief in die israelische Kultur einzutauchen. Als jemand, der sieben Jahre lang in Deutschland am Max-Planck-Institut gearbeitet und versucht hat, Deutsch zu lernen, finde ich das sehr beeindruckend. Er wanderte auf israelischen Wanderwegen und lernte das Land kennen – ganz so, wie es bei den Israelis Tradition ist, in die Natur zu gehen, die Umgebung auf sich wirken zu lassen und die Geschichte sowie die Landschaft zu würdigen. Er war vielen ein Freund, und ich weiß, dass dies dauerhafte Freundschaften sein werden.

Mit all diesen Taten hat Steffen nicht nur eine engere persönliche Verbindung zu Israel und dem israelischen Volk gepflegt. Er hat diese Verbindung im Namen des deutschen Volkes zum Ausdruck gebracht und ein noch engeres Band zwischen Deutschland und dem Staat Israel gestärkt. Die deutsch-israelischen Beziehungen sind der Goldstandard für diplomatische und wissenschaftliche Verbindungen. Tatsächlich waren es die frühen wissenschaftlichen Verbindungen zwischen unseren beiden Ländern Ende der 1950er und Anfang der 1960er Jahre, die den Weg für die 1965 aufgenommenen vollwertigen diplomatischen Beziehungen ebneten.

Steffen vertiefte diese historische Beziehung, indem er eine gemeinsame Vision für unsere beiden Länder formulierte. Eine Vision, die auf den Grundlagen von Wissenschaft und Technologie, Bildung und Demokratie aufbaut – und die das gemeinsame Ziel verfolgt, Wohlstand und Frieden zu fördern und die Menschheit voranzubringen.

Vielen Dank, Steffen, dass Sie ein Freund und Verbündeter sind. Vielen Dank, dass Sie in einer Zeit, in der es am dringendsten benötigt wird, eine Stimme der Vernunft sind und dass Sie ein konstruktiver und unermüdlicher Lösungsfinder sind. Vielen Dank, dass Sie ein Partner beim Aufbau einer neuen Realität in unserer Region sind.“

Quelle: WIS