
Was haben Korallenskelette, menschliche Zähne und Knochen gemeinsam? Mehr, als man vielleicht denken mag. Ein kürzlich veröffentlichter Artikel beleuchtet eine einzigartige internationale Zusammenarbeit zwischen Prof. Tali Mass, einer Korallenforscherin am Institut für Meeresbiologie der Leon H. Charney School of Marine Sciences der Universität Haifa, und Prof. Paul Zaslansky, einem Zahnarzt und Materialwissenschaftler an der Charité – Universitätsmedizin Berlin.
Das Team verband Meeresbiologie und zahnmedizinische Materialwissenschaft und nutzte fortschrittliche Röntgentechnologien, um aufzudecken, wie sich die klimabedingte Versauerung der Ozeane auf die Skelettbildung junger Korallen auswirkt.
Ihre Ergebnisse zeigen mikroskopische Veränderungen auf, die die Festigkeit und Flexibilität von Korallenskeletten beeinflussen – Erkenntnisse, die nicht nur für das Verständnis und den Schutz von Korallenriffen entscheidend sind, sondern auch für die Erweiterung unseres Wissens über mineralisierte Gewebe in der gesamten Natur, von Korallen bis hin zu Knochen und Zähnen.
Dies ist eine Geschichte von Wissenschaft ohne Grenzen – in der aus einer zufälligen Begegnung auf einer internationalen Konferenz eine leistungsstarke Zusammenarbeit entstand, die Disziplinen, Länder und Ökosysteme überspannt, von den Tiefen des Ozeans bis zur Zahnarztpraxis.
Quelle und weitere Informationen: Universität Haifa