
Europa und der Nahe Osten befinden sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Doch wie haben sich die Prioritäten europäischer Entscheidungsträger angesichts der geopolitischen Zeitenwende verschoben? Um das zu beantworten, führt ELNET mit dem aktuellen Israel Survey zum ersten Mal die Ergebnisse von vier separaten Erhebungswellen seit 2022 zusammen.
Die Langzeitstudie mit über 1.000 Abgeordneten aus 35 europäischen Ländern offenbart nicht nur Momentaufnahmen aus vier Jahren, sondern klare Trends. Jenseits kurzfristiger politischer Konjunkturen lassen sich durch die umfassende Vergleichsstudie strukturelle Verschiebungen in den europäisch-israelischen Beziehungen nachvollziehen. Die Analyse zeichnet das Bild einer Partnerschaft, die sich immer stärker zu einer strategischen Sicherheitsallianz wandelt.
Beziehungen mit stabilem Fundament
Ein zentrales Ergebnis der Langzeitbetrachtung ist die bemerkenswerte Stabilität der Beziehungen. Trotz politischer Krisen bewertet eine klare Mehrheit der europäischen Abgeordneten das Verhältnis zu Israel über alle Jahre hinweg positiv.
Sicherheit und Verteidigung im Fokus
Im Vergleich der Jahre 2022 bis 2025 lässt sich ein Prioritätenwechsel unter Europas politischen Entscheidungsträgern erkennen: Sicherheit und Verteidigung sind in den Fokus gerückt.
Antisemitismus als wachsende Bedrohung
Die Langzeitdaten zeigen zudem einen klaren politischen Trend bei der Wahrnehmung von Antisemitismus: Israelbezogener Antisemitismus wird von immer mehr Abgeordneten als gravierendes Problem bewertet.
Strategischer Reifeprozess europäischer Nahostpolitik
Auch der Blick der Parlamentarier auf die europäische Nahostpolitik der letzten Jahre offenbart klare Trends. Besonders deutlich wird der Wandel in der Bewertung des Hilfswerks UNRWA.
Einen ausführlichen Artikel zu den Ergebnissen des Israel Survey 2025 finden Sie auf der ELNET Website.
Quelle: ELNET