
Der Zentralrat der Juden in Deutschland verleiht in diesem Jahr seine höchste Auszeichnung, den Leo-Baeck-Preis, an den Kabarettisten, Autoren und Moderator Dieter Nuhr. Der Zentralrat der Juden würdigt damit seinen entschiedenen Einsatz gegen Antisemitismus in der Medienlandschaft.
Die feierliche Preisverleihung findet am Mittwoch, 10. Juni 2026 in Berlin statt. Die Laudatio wird der Psychologe und Autor Ahmad Mansour halten.
Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dr. Josef Schuster, betont: „Dieter Nuhr setzt sich bereits seit geraumer Zeit in seinen Beiträgen mit herausragender Klarheit gegen Antisemitismus ein. Dabei nutzt er seine Rolle als Kabarettist und seine Plattform im öffentlich-rechtlichen Rundfunk, um konsequent Doppelstandards in der deutschen Debatte um Israel offenzulegen. Mit seinen Beiträgen setzt er einen Kontrapunkt zu antisemitischen Narrativen in der deutschen Medienlandschaft und positioniert sich klar an der Seite jüdischen Lebens.“
Seit 1957 zeichnet der Zentralrat der Juden mit dem Leo-Baeck-Preis Persönlichkeiten aus, die in besonderem Maße für die jüdische Gemeinschaft eingetreten sind. Die mit 15.000 Euro dotierte Auszeichnung bewahrt das Andenken an Rabbiner Leo Baeck sel. A.. Zu den bisherigen Preisträgern zählen namhafte Persönlichkeiten wie der ehem. Bundespräsident Richard von Weizsäcker (1994), die ehem. Bundeskanzlerin Angela Merkel (2007), der ehem. Bundesminister Cem Özdemir (2022) und der Präsident von Borussia Dortmund Hans-Joachim Watzke (2024).
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